HU und AU – Wichtige Prüfungen für Ihr Fahrzeug

Lesedauer: 12 Min
Aktualisiert: 1. Mai 2026 13:41

Die Hauptuntersuchung (HU) und die Abgasuntersuchung (AU) sind essentielle Prüfungen, die alle Kraftfahrzeuge regelmäßig durchlaufen müssen. Sie stellen sicher, dass Ihr Fahrzeug sowohl verkehrssicher als auch umweltfreundlich ist. Bei der HU wird die gesamte technische Sicherheit Ihres Autos überprüft, während die AU sich auf die Abgaswerte konzentriert, um die Emissionen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu halten.

Was wird bei der HU geprüft?

Die Hauptuntersuchung umfasst verschiedene sicherheitsrelevante Aspekte Ihres Fahrzeugs. Dazu gehören: Reifen, Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, und das Fahrgestell. Bei der Prüfung wird auch das gesamte Fahrzeug auf Rost und andere Schäden kontrolliert, um sicherzustellen, dass es keine Gefahr für Sie und andere Verkehrsteilnehmer darstellt.

Details zur Abgasuntersuchung

Die Abgasuntersuchung zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Ihr Fahrzeug die festgelegten Abgasgrenzwerte nicht überschreitet. Diese Prüfung ist besonders wichtig, um den Umweltschutz zu fördern. Verschiedene Methoden kommen je nach Fahrzeugtyp zur Anwendung, beispielsweise die OBD-Prüfung, die Daten des On-Board-Diagnosesystems ausliest.

Typische Probleme bei der HU und AU

Oft können Probleme bei der HU und AU auftreten, die zu Mängeln führen. Hier sind einige häufige Ursachen:

  • Abgenutzte Bremsen: Diese stellen ein Sicherheitsrisiko dar und können zur Durchfallergebnisse führen.
  • Verschmutzte Abgaswerte: Diese können durch defekte Katalysatoren oder falsche Kraftstoffeinstellungen entstehen.
  • Beleuchtung: Fehlerhafte oder nicht funktionierende Lichter sind oft ein einfacher, aber häufiger Grund für das Nichtbestehen der Prüfungen.

Wie gehe ich vor, wenn mein Fahrzeug bei der Prüfung durchfällt?

Wenn Ihr Fahrzeug die HU oder AU nicht besteht, erhalten Sie einen Prüfbericht, der die Mängel auflistet. Sie sollten die aufgeführten Punkte umgehend beheben. In vielen Fällen ist es sinnvoll, einen Fachbetrieb zu beauftragen, um die erforderlichen Reparaturen durchzuführen. Auch wenn die Reparaturen aufwendig erscheinen, ist es wichtig, sie zügig zu erledigen, da das Fahrzeug sonst nicht für den Verkehr zugelassen werden kann.

Anleitung
1Rundgang ums FahrzeugAlle Leuchten testen, Nummernschilder auf sichere Befestigung prüfen, Scheiben und Spiegel auf Risse oder starke Beschädigungen untersuchen, Reifenpr….
2Im Innenraum prüfenSicherheitsgurte über den gesamten Auszug hinweg prüfen, Gurtverriegelung testen, Sitzverstellung und Kopfstützen auf festen Halt kontrollieren. Kontro….
3Flüssigkeitsstände prüfenMotorölstand, Kühlmittelstand, Bremsflüssigkeit und bei hydraulischer Kupplung auch deren Behälter kontrollieren. Ein zu niedriger Bremsflüssigke….
4Bremsverhalten einschätzenBei einer vorsichtigen Probefahrt auf leerer Strecke prüfen, ob das Fahrzeug beim Bremsen spurtreu bleibt, das Pedal gleichmäßig Druck aufbaut u….
5Unterlagen vorbereitenZulassungsbescheinigung, Bescheinigung der letzten Untersuchung, Gutachten für Umbauten, gegebenenfalls Gasprüfbescheinigung und Serviceheft bereitl….

Schnelle Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Prüfung

Um Ihr Fahrzeug optimal auf die HU und AU vorzubereiten, können Sie folgende Schritte unternehmen:

  • Überprüfen Sie den Reifendruck und das Profil.
  • Testen Sie alle Lichter und Blinker sowie die Hupe.
  • Achten Sie auf unnötige Geräusche beim Fahren, die auf technische Probleme hinweisen könnten.

Fahrzeugpflege als Prävention

Regelmäßige Wartungsarbeiten und Inspektionen sind entscheidend für die Vermeidung von Problemen bei der HU und AU. Ein gut gepflegtes Fahrzeug hat nicht nur eine höhere Wahrscheinlichkeit, die Prüfungen zu bestehen, sondern bietet auch ein sicheres Fahrerlebnis. Wir von fahrzeug-hilfe.de empfehlen, einen Wartungsplan zu erstellen und alle Flüssigkeiten regelmäßig zu kontrollieren.

Wichtige Änderungen im Prüfungsprozess

In den letzten Jahren wurden verschiedene Änderungen in den Prozessen der HU und AU vorgenommen. Eine bedeutende Neuerung ist die digitale Überprüfung, bei der viele Daten elektronisch erfasst werden. Dies beschleunigt den Prüfungsprozess und reduziert den Papieraufwand erheblich.

Das sollten Sie über die Fristen wissen

Die HU muss in der Regel alle zwei Jahre durchgeführt werden, während die AU oft im Rahmen der HU antritt. Achten Sie darauf, die Fristen einzuhalten, um Bußgelder und zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Wo lasse ich mein Fahrzeug prüfen?

Es gibt viele autorisierte Prüfstellen, bei denen Sie die HU und AU durchführen lassen können. Achten Sie darauf, zertifizierte Prüfer zu wählen, die eine offizielle Zulassung haben. Informieren Sie sich im Vorfeld über die Kosten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Elektronik, Assistenzsysteme und Diagnose bei HU und AU

Moderne Fahrzeuge bestehen längst nicht mehr nur aus mechanischen Komponenten. Bei aktuellen Prüfungen spielt die elektronische Diagnose eine immer größere Rolle. Die Prüfer lesen über die On-Board-Diagnose-Schnittstelle (OBD) den Fehlerspeicher aus und kontrollieren zum Beispiel Abgaswerte, Motormanagement, Airbag- und ABS-Systeme sowie teilweise auch Sicherheits-Assistenzsysteme. Wird ein sicherheitsrelevanter Fehler im Speicher gefunden, kann das zu erheblichen Mängeln führen.

Vor der Prüfung lohnt sich ein Check mit einem Diagnosegerät. Viele Werkstätten bieten einen kurzen Systemscan an, bei dem sie typische Fehlercodes kontrollieren. Auch einfache OBD-Stecker für den Privatgebrauch können helfen, um Warnmeldungen früh zu erkennen. Wichtig ist, dass nicht nur der Fehlerspeicher gelöscht wird, sondern die Ursache der Meldung fachgerecht behoben wird, sonst taucht sie nach kurzer Fahrt wieder auf und fällt bei der gesetzlichen Untersuchung erneut auf.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Systemen, die direkt mit der Fahrsicherheit zusammenhängen. Dazu zählen zum Beispiel ABS und ESP, Airbags, Gurtstraffer und bei neueren Fahrzeugen auch Notbremsassistenten oder Spurhalteassistenten. Leuchtet während der Prüfung eine entsprechende Kontrolllampe dauerhaft, wird dies im Bericht als Mangel vermerkt. Ein stillgelegter Airbag oder ein defekter Gurtstraffer gilt in der Regel als erheblicher Mangel, weil die Schutzfunktion im Ernstfall nicht gewährleistet ist.

Zusätzlich achten Prüforganisationen zunehmend darauf, dass vorgeschriebene Assistenzsysteme nicht unerlaubt deaktiviert wurden. Zwar wird in vielen Fällen noch keine umfassende Funktionsprüfung aller Fahrerassistenzsysteme vorgenommen, doch ein offenkundig manipuliertes oder abgeschaltetes System kann Schwierigkeiten bereiten. Daher sollte vor der Untersuchung geprüft werden, ob alle relevanten Systeme betriebsbereit sind und keine Warnmeldungen im Kombiinstrument aktiv bleiben.

Um die Vorbereitung zu erleichtern, empfiehlt es sich, zentrale Anzeigen im Blick zu behalten:

  • Leuchten im Kombiinstrument nach dem Motorstart beobachten und prüfen, ob sie nach kurzer Zeit erlöschen.
  • Vor dem Termin zumindest einen Kurzcheck der Elektrik durchführen (Licht, Blinker, Bremslicht, Warnblinker, Rückfahrscheinwerfer, Nebelschlussleuchte).
  • Bei vorhandenen Meldungen wie Airbag- oder ABS-Störung vorab einen Werkstattbesuch einplanen.
  • Bei LPG- oder CNG-Fahrzeugen zusätzlich auf Hinweise zur Gasanlage auf dem Display achten.

Umgang mit Tuning, Umbauten und Zubehörteilen

An- und Umbauten beeinflussen das Ergebnis der Haupt- und Abgasuntersuchung oft stärker, als vielen Haltern bewusst ist. Fahrwerke, Felgen, Auspuffanlagen, Lenkräder oder Anhängerkupplungen müssen entweder per Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE), Teilegutachten oder Einzelabnahme in die Fahrzeugpapiere eingetragen sein. Fehlen diese Nachweise oder wurden Bauteile unsachgemäß montiert, kann der Prüfer eine Weiterfahrt nur eingeschränkt zulassen oder die Plakette verweigern.

Vor der Untersuchung sollten sämtliche Unterlagen zu verbauten Anbauteilen bereitliegen. Dazu gehören Gutachten, Bescheinigungen über bereits durchgeführte Eintragungen und bei Gasfahrzeugen die Prüfbescheinigung für die Gasanlage. Fehlen Dokumente, kann meist keine Bewertung erfolgen und der Prüfer muss den Umbau in Zweifel ziehen. Besonders bei älteren Tuningteilen, deren Papiere möglicherweise verlegt wurden, lohnt es sich, beim Hersteller oder bei der eintragenden Stelle nach Kopien zu fragen.

Auch scheinbar kleine Änderungen können eine Rolle spielen. Stark getönte Scheiben, Folierungen, zusätzliche Leuchten, Tagfahrlicht-Nachrüstsets oder geänderte Anhängerkupplungen müssen jeweils den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Unzulässige Lichtfarben, nicht genehmigte LED-Nachrüstlampen in Halogen-Scheinwerfern oder falsch eingestellte Zusatzscheinwerfer fallen beim Lichttest auf. Solche Auffälligkeiten werden als Mangel eingestuft und führen meist dazu, dass Halter nachbessern müssen.

Bei tiefen Fahrwerken oder sehr großen Rädern achten Prüfer nicht nur auf Papiere, sondern auch auf den praktischen Betrieb. Die Räder dürfen im gesamten Lenk- und Federweg nicht an Karosserie oder Radhausschale schleifen. Außerdem wird kontrolliert, ob der Lenkeinschlag ausreichend bleibt und keine sicherheitsrelevanten Bauteile wie Bremsleitungen, Spurstangen oder Querlenker in ihrem Bewegungsbereich eingeschränkt werden. Deshalb ist es ratsam, nach einem Umbau eine Probefahrt über Bodenwellen und mit vollem Lenkeinschlag durchzuführen und auf ungewöhnliche Geräusche zu achten.

Unser Team von fahrzeug-hilfe.de meint, dass Umbauten immer mit einem gewissen Planungsvorlauf angegangen werden sollten. Wer neue Felgen, einen Sportauspuff oder ein Gewindefahrwerk montieren lässt, sollte direkt nach dem Einbau mit der Werkstatt klären, ob eine gesonderte Abnahme nötig ist und welche Unterlagen für spätere Prüfungen aufzubewahren sind. So vermeidet man, dass kurz vor der fälligen Untersuchung noch aufwendig Nachweise beschafft oder Bauteile zurückgerüstet werden müssen.

Besondere Anforderungen bei Diesel, Gas- und Elektrofahrzeugen

Je nach Antriebsart unterscheiden sich Ablauf und Schwerpunkte der Prüfung deutlich. Bei Dieselfahrzeugen steht neben der allgemeinen Funktionskontrolle die Rauchgastrübung im Vordergrund. Die Prüfer messen, ob Rußpartikel und Abgaswerte innerhalb der zulässigen Grenzen liegen. Defekte oder manipulierte Abgasreinigungssysteme wie Partikelfilter oder AGR-Ventile können zu gravierenden Mängeln führen. Ein zugesetzter Filter äußert sich oft durch Leistungsverlust, erhöhte Regenerationshäufigkeit oder Warnleuchten im Cockpit.

Vor allem bei älteren Dieseln ist es sinnvoll, den Motor rechtzeitig vor dem Termin gründlich warmzufahren, damit die Abgasreinigung optimal arbeitet. Kurzstreckenbetrieb führt häufig dazu, dass sich Ruß ansammelt und die Regeneration des Filters nicht vollständig erfolgt. Auch ein rechtzeitig gewechselter Luftfilter und ein sauber arbeitender Luftmassenmesser unterstützen einen stabilen Motorlauf und bessere Abgaswerte. Werkstätten können zudem mit einer Messfahrt oder einer gezielten Filterregeneration helfen, wenn erste Anzeichen auf ein zugesetztes System hinweisen.

Bei Fahrzeugen mit Gasanlage (LPG oder CNG) gehört die Überprüfung der Dichtheit und der Einbausituation zu den wichtigen Punkten. Leitungen, Ventile und Tankbefestigungen müssen sicher ausgeführt sein, ein Korrosionsschutz muss vorhanden sein und vorgeschriebene Prüfungen der Anlage dürfen nicht überschritten werden. Abgelaufene Gasprüfbescheinigungen, lose Befestigungen oder Undichtigkeiten werden als erhebliche Mängel eingestuft. Wer eine Gasanlage besitzt, sollte deshalb rechtzeitig prüfen lassen, ob sämtliche Prüffristen eingehalten werden.

Bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen verschieben sich die Schwerpunkte etwas. Da die klassische Abgasuntersuchung wegfällt, konzentriert sich die Kontrolle stärker auf Hochvolt-Sicherheit, Bremsanlage und Karosseriestruktur. Die Bremsen werden genau betrachtet, weil durch Rekuperation häufig weniger mechanisch gebremst wird und sich dadurch Beläge und Scheiben ungleichmäßig abnutzen oder festgehen können. Zudem achten Prüfer darauf, dass orangefarbene Hochvoltleitungen unbeschädigt sind und keine unzulässigen Eingriffe an der Hochvoltanlage vorgenommen wurden.

Halter von Elektrofahrzeugen sollten auf leicht zu übersehende Punkte achten, etwa auf den Zustand der Fahrwerksgelenke und der Reifen. Durch das hohe Drehmoment und das Gewicht dieser Fahrzeuge unterliegen Achs- und Fahrwerkskomponenten oft einer anderen Belastung als bei vergleichbaren Verbrennern. Ungewöhnliche Geräusche beim Rangieren oder bei niedriger Geschwindigkeit können ein Hinweis auf ausgeschlagene Lager oder defekte Gelenke sein, die bei der Prüfung entdeckt und beanstandet werden.

Schrittweise Kontrolle vor dem Prüfungstermin

Eine systematische Vorbereitung reduziert das Risiko von unangenehmen Überraschungen deutlich. Viele Punkte lassen sich ohne Spezialwerkzeug zu Hause prüfen, wenn man strukturiert vorgeht. Sinnvoll ist eine kleine Checkliste, die man einige Tage vor dem Termin durcharbeitet. So bleibt genügend Zeit, um festgestellte Mängel zu beheben.

  1. Rundgang ums Fahrzeug
    Alle Leuchten testen, Nummernschilder auf sichere Befestigung prüfen, Scheiben und Spiegel auf Risse oder starke Beschädigungen untersuchen, Reifenprofil und -alter kontrollieren. Risse in der Windschutzscheibe im Sichtfeld des Fahrers oder stark poröse Reifen sind typische Gründe für Beanstandungen.
  2. Im Innenraum prüfen
    Sicherheitsgurte über den gesamten Auszug hinweg prüfen, Gurtverriegelung testen, Sitzverstellung und Kopfstützen auf festen Halt kontrollieren. Kontrollleuchten beim Einschalten der Zündung beobachten, ob sie selbständig wieder ausgehen. Lässt sich der Warnblinker problemlos bedienen, funktioniert die Hupe, lassen sich Scheibenwischer und -waschanlage fehlerfrei nutzen?
  3. Flüssigkeitsstände prüfen
    Motorölstand, Kühlmittelstand, Bremsflüssigkeit und bei hydraulischer Kupplung auch deren Behälter kontrollieren. Ein zu niedriger Bremsflüssigkeitsstand kann auf verschlissene Beläge oder eine Undichtigkeit im System hinweisen, was vor der Untersuchung unbedingt von einer Fachwerkstatt überprüft werden sollte.
  4. Bremsverhalten einschätzen
    Bei einer vorsichtigen Probefahrt auf leerer Strecke prüfen, ob das Fahrzeug beim Bremsen spurtreu bleibt, das Pedal gleichmäßig Druck aufbaut und kein Schleif- oder Schlaggeräusch zu hören ist. Vibrationen im Lenkrad oder laute Geräusche aus dem Radbereich sind Hinweise auf verzogene Scheiben oder stark abgenutzte Beläge.
  5. Unterlagen vorbereiten
    Zulassungsbescheinigung, Bescheinigung der letzten Untersuchung, Gutachten für Umbauten, gegebenenfalls Gasprüfbescheinigung und Serviceheft bereitlegen. Ein geordneter Unterlagenordner erleichtert nicht nur dem Prüfer die Arbeit, sondern erspart Nachfragen und Nachfahrten.

Wer diese Schritte in Ruhe angeht und bei Auffälligkeiten rechtzeitig eine Werkstatt einbindet, hat deutlich bessere Chancen, den Prüftermin ohne größere Hürden zu absolvieren. Ein kleiner Vorab-Check verlangt zwar etwas Zeit, verhindert aber in vielen Fällen teurere Nacharbeiten und zusätzliche Wege.

Häufige Fragen zu HU und AU

Wie erkenne ich, ob mein Fahrzeug für HU und AU bereit ist?

Ein sicheres Zeichen sind ein technisch einwandfreier Zustand und keine leuchtenden Kontrolllampen im Cockpit. Achten Sie auf funktionierende Beleuchtung, ausreichend Profiltiefe der Reifen, dichte Bremsleitungen und ein gleichmäßiges Bremsverhalten ohne Ziehen zur Seite.

Muss ich die Abgasuntersuchung separat buchen?

Bei den meisten Prüfstellen wird die Abgasmessung direkt zusammen mit der Hauptuntersuchung erledigt. Fragen Sie bei der Terminvereinbarung nach, ob beides im Paket enthalten ist, damit Sie nicht unnötig zwei Termine organisieren müssen.

Was passiert, wenn nur die AU nicht bestanden wird?

Wenn die Abgaswerte außerhalb der Toleranz liegen, erhalten Sie einen Mängelbericht und müssen die Ursache, etwa defekte Sensoren oder einen verschlissenen Katalysator, fachgerecht beheben lassen. Anschließend folgt eine Nachprüfung, bei der vor allem die Abgaswerte noch einmal überprüft werden.

Kann ich mit abgelaufener Plakette noch zur Prüfstelle fahren?

Die direkte Fahrt zur Prüforganisation ist grundsätzlich erlaubt, Sie sollten aber den kürzesten und zeitlich naheliegenden Weg wählen. Bei einer Verkehrskontrolle kann trotzdem ein Verwarnungsgeld fällig werden, wenn die Plakette schon länger überzogen ist.

Wie hoch sind die Kosten für HU und AU in etwa?

Die Kosten hängen von Fahrzeugart und Bundesland ab, für einen typischen Pkw bewegen sie sich meist im mittleren zweistelligen Eurobereich. Zusätzliche Ausgaben entstehen nur, wenn Mängel behoben oder eine Nachprüfung durchgeführt werden muss.

Darf ich Mängel direkt vor Ort beheben?

Kleine Dinge wie der Austausch eines defekten Leuchtmittels können manche Prüfstellen auf dem Hof erlauben, sofern Sie Werkzeug und Ersatzteil dabeihaben. Größere Reparaturen sind aus Sicherheits- und Zeitgründen nicht möglich und gehören in eine Werkstatt.

Wie lange ist das Prüfprotokoll gültig?

Das Protokoll dokumentiert den technischen Zustand am Tag der Untersuchung und sollte sorgfältig aufbewahrt werden. Im Falle einer Nachprüfung oder bei einem späteren Fahrzeugverkauf dient es als wichtiger Nachweis.

Kann ich mit geringen Mängeln weiterfahren?

Geringe Mängel führen in der Regel trotzdem zur Plakettenerteilung, sie sollten aber zeitnah behoben werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Notieren Sie sich die Punkte aus dem Bericht und lassen Sie sie bei nächster Gelegenheit in einer Werkstatt prüfen.

Wie bereite ich ein selten genutztes Fahrzeug vor?

Kontrollieren Sie alle Flüssigkeitsstände, laden Sie die Batterie vollständig und prüfen Sie die Reifen auf Standplatten und Risse. Eine längere Probefahrt vor dem Termin hilft, Bremsen und Abgasanlage auf Betriebstemperatur zu bringen und versteckte Probleme frühzeitig zu erkennen.

Spielt das Alter des Fahrzeugs bei der Prüfung eine Rolle?

Ältere Fahrzeuge werden nach denselben sicherheitsrelevanten Kriterien geprüft, sie haben aber wegen verschlissener Bauteile ein höheres Risiko für Mängel. Regelmäßige Wartung und rechtzeitiger Austausch von Verschleißteilen machen es deutlich leichter, die Plakette zu bekommen.

Kann ich die HU selbst verlängern, wenn das Auto wenig gefahren wird?

Eine Verlängerung ohne amtliche Untersuchung ist gesetzlich nicht möglich, auch bei geringer Laufleistung bleibt der Prüftermin verbindlich. Wir von fahrzeug-hilfe.de empfehlen, gerade selten genutzte Autos vor der Fälligkeit gründlich durchzusehen, damit es bei der Vorführung keine Überraschungen gibt.

Fazit

Wer sein Auto technisch im Griff hat, erlebt die Untersuchung bei einer Prüforganisation als planbaren Termin statt als Unsicherheitsfaktor. Mit systematischer Vorbereitung, klarer Sicht auf typische Schwachstellen und rechtzeitiger Wartung stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrzeug sowohl beim Sicherheitscheck als auch bei der Abgasmessung überzeugt.


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Christian Osterfeld
Christian Osterfeld
Kfz-Experte mit langjähriger Praxiserfahrung und Fokus auf verständliche Fahrzeughilfe.
Jens Mohrschatt
Jens Mohrschatt
Werkstattprofi mit Schwerpunkt Motor, Geräusche und typische Alltagsprobleme.
Matthias Altwein
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Oliver Stellmacher
Oliver Stellmacher
Erfahrung aus Wartung und Diagnose mit Blick auf praktikable Lösungen.

Viele Auto-Probleme treten nicht zufällig auf, sondern zeigen sich nur in bestimmten Situationen. Häufig erscheinen Symptome beim Kaltstart, nach längerer Fahrt, bei Nässe oder nach dem Tanken. Auch Temperatur und Standzeit können eine Rolle spielen.
Oft ist ein Verhalten zunächst nur gelegentlich spürbar und wirkt harmlos. Werden die Anzeichen jedoch häufiger, intensiver oder treten in mehr Fahrsituationen auf, deutet das meist auf eine zugrunde liegende Ursache hin. Deshalb lohnt es sich, genau darauf zu achten, wann ein Problem auftritt – beim Start, während der Fahrt oder im Stand. Diese Einordnung hilft, Risiken besser einzuschätzen und zu entscheiden, ob Beobachten ausreicht oder eine Überprüfung sinnvoll ist.

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